Montag, 28. Mai 2012

Pflanzenshoppingsucht

Es ist furchtbar. Sogar Steffen ist jetzt schon von der Pflanzenshoppingsucht befallen, auch wenn das bei ihm einen anderen Grund hat. Er weiß nämlich, dass ich beim Pflanzenkauf im siebten Gärtnerhimmel schwebe, und wenn ich glücklich bin, geht es ihm auch gut ;)
Samstag waren wir also in einer Gärtnerei im Nachbarort Buxtehude, die auch eine eigene Baumschule haben. Sie ist ziemlich groß und hat zudem viele tolle Raritäten. Besonders aufwendige Schnittgehölze gibt es dort in Hülle und Fülle. Deswegen waren wir aber eigentlich gar nicht dort. Wir hatten viel banalere Gartenpläne. Da bei uns seit wir schönes Wetter haben der Wind von Osten so sehr über unser Grundstück pfeift, wurde es Zeit, am Grundstücksrand für eine zumindest teilweise Heckenbepflanzung zu sorgen. Auf unserer Liste standen deshalb Feldahorn, Hainbuche und Hasel, allesamt robuste, pflegeleichte Pflanzen, die auch strengeren Frost gut abkönnen. Da hinter unserem Garten ja direkt offene Wiesen liegen, kann es hier im Winter nämlich schon mal empfindlich kalt werden.
Feldahorn war jedoch nicht zu bekommen. Die Pflanze sei völlig aus der Mode, sagte man mir. Interessiert mich das? Nein, aber egal. Es ließ sich ja in diesem Moment nichts daran ändern. Also packten wir erst einmal nur vier Hainbuchen auf unseren Wagen. Einen Haselbusch fanden wir schließlich auch noch. Und weil wir gerade so schön dabei waren und Steffen plötzlich auch in Shoppinglaune verfiel, kamen schließlich noch ein Forsythienstrauch und eine Rispenhortensie hinzu. Letztere ist bisher im Gegensatz zu unserer Bauernhortensie, die wie es mir scheint von Tag zu Tag schöner wird, noch ziemlich unscheinbar und einfach nur grün, hat aber bereits Knospen. Und sie schien wohl auch nicht erst seit gestern im Außenbereich der Gärtnerei zu stehen, jedenfalls war das Schild daran schon so verblichen, dass die abgebildete Blüte darauf eher grün-weiß erschien. Ich muss hierzu noch erwähnen, dass Steffen ein großer Freund von Grünzeug ist, nicht aber von großblütigen Pflanzen. Heute suchte ich also einfach mal im Internet nach der Sorte und wurde sofort fündig. Es handelt sich dabei um eine Züchtung namens 'Pinky Winky'. Ich würde sagen, sie entspricht nicht ganz den Vorstellungen meines Mannes ;) Aber sollte sie sich tatsächlich so entwickeln, dann finde ich sie einfach nur traumhaft.

Samstag nachmittag bekamen wir dann Gärtnerverstärkung. Eine Arbeitskollegin von Steffen, die ebenfalls in anderen Umständen und mir sechs Wochen voraus ist, hatte angeboten, ihren Mann zur Gartenarbeit auszuleihen. Die Männer erledigten dann die Knochenarbeit und wir standen mit prüfenden Blicken daneben. (An dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankschön für die Hilfe!) Innerhalb kurzer Zeit waren schließlich alle Pflanzen in der Erde, gut angegossen und gemulcht. Und der große Maurerkübel, der zuvor noch zum Wässern der Pflanzen gedient hatte, wurde zu guter Letzt noch neben unserer Terrasse in die Erde eingelassen. Hier möchte ich bald noch ein kleines Kindertaugliches Wasserspiel ohne Ertrinkungsgefahr bauen. Den Plan dafür habe ich von meinen Eltern. Sie hatten nämlich zu meiner Kinderzeit in unserem kleinen Reihenhausgarten ebenfalls solch eine "Minioase" gebaut. Hier eine kleine Skizze.




Pflanzen wie z.B. Frauenmantel, Storchschnabel, Ziergras und ein Fächerahorn - von dem ich schon lange träume :) - werden den grünen Rahmen drumherum bilden. Erst einmal muss ich aber noch eine Teichpumpe besorgen. Bisher habe ich noch keine Ahnung welche, aber ich halte euch auf dem Laufenden, und für Tipps bin ich natürlich auch immer dankbar. :)


 Das Pflanzergebnis.



 "Pinky Winky"


Die Forsythie und dahinter unsere mittlerweile fast schon alt eingesessene Bauernhortensie

 Hainbuchenparade.

 Vor den Hainbuchen zeigen sich mittlerweile die ersten zarten Blättchen der Reichenauer Blütenmischung, die ich vor einer Woche dort ausgesät habe.

 Der neue Haselstrauch.

Noch mehr Zuwachs im Beet: Storchschnabel der Sorte "Rozanne", die am längsten blühende Sorte überhaupt.


Gestern morgen verpasste ich den Hainbuchen dann schließlich doch noch einen leichten Pflanzschnitt. Die Verkäuferin in der Gärtnerei meinte zwar, dass dies nicht notwendig sei (vermutlich, weil es sich um Containerware und keine wurzelnackten Pflanzen handelte), aber nach eifrigem Wälzen diverser Gartenzeitschriften und Durchforsten des Internets kam ich zu dem Entschluss, dass ein leichter Schnitt nicht schaden kann. Hainbuchen sind ja sowieso sehr schnittverträglich. Alte Hecken kann man zum Beispiel bis fast auf den Wurzelstock zurückschneiden, und sie treiben trotzdem wieder neu aus. Ich kürzte den senkrechten Hauptrieb allerdings nur um ca. ein Zehntel der Gesamthöhe und zwackte an den Seitentrieben lediglich die Spitzen mit zwei bis 3 Blättern ab. Ich erhoffe mir dadurch einen buschigeren Wuchs, auf das wir in ein paar Jahren eine schöne, kompakte blick- und winddichte Hecke haben.

Nachdem es nun ja schon ein bisschen bei uns grünt fehlt erst einmal nur noch der Rasen. Da es die letzten zwei Wochen aber praktisch nicht geregnet hat, warten wir nun auf schlechtes Wetter ;) Zur Zeit würden die Rasensamen jedenfalls eher in der Mittagssonne geröstet als zum Keimen angeregt.

Männertag? Ja, im Garten!

Lange Wochenenden eignen sich entweder hervorragend zum Entspannen oder dazu, etwas geschafft zu bekommen. In unserem Fall war es aber sogar eine gelunge Kombination aus beidem. Und was gibt es Schöneres, als nach getaner Arbeit abends auf der (leider noch nicht fertig gestellten ;)) Terrasse zu sitzen, ein wohlverdientes Feierabendbierchen zu trinken (für mich, Anne, nur das alkoholfreie Null-Komma-Nuller) und das Tagwerk zu betrachten. Doch ich beginne am besten von vorne.
Wie ihr unserem letzten Beitrag entnehmen konntet, sind bei uns die Außenarbeiten am Vormarsch. Um unsere nicht unbeträchtliche Menge an Aushub hinter dem Haus zu verteilen, musste zunächst das Unkraut vom "Hausberg" beseitigt werden. Welch ein Glück, dass es fleißige Helfer in unserer Familie gibt, denn ohne Steffens Neffen Jason wären wir richtig aufgeschmissen gewesen. Da ich ja auf Grund der anderen Umstände leider nicht so mit anpacken darf, wie ich es gerne tun wurde, machten sich die zwei Männer ans Werk. Mit behandschuhten Händen und Spitzhacke wurde Hirtentäschel, Löwenzahn, Vogelmiere, Strahlenloser Kamille, Fluss-Ampfer und Quecke auf's Blattwerk gerückt und samt Wurzelwerk ausgerissen oder ausgegraben. Besonders letztere Pflanze machte dabei am meisten zu schaffen, aber da werden wir sicher nicht die einzigen Gartenbesitzer sein, die sich mit dieser Plage abmühen. Quecken sind wirklich überall, und das Gemeine ist, übersieht man auch nur ein Stückchen Wurzel, so wächst daraus in rasender Geschwindigkeit eine neue Pflanze, die wiederum in rasender Geschwindigkeit Ausläuferwurzeln bildet und innerhalb kürzester Zeit alles überwuchert. Aber zur Queckenbekämpfung später mehr. Erst einmal ging es darum das Gröbste zu beseitigen.





Die ganze Unkrautjäterei zog sich bis Samstag Nachmittag hin. Dann wurde schweres Gerät aufgefahren. Der Bauer unseres Vertrauens, dessen Rinder auf der Nachbarwiese hinter unserem Grundstück stehen und von denen Teile auch bei uns im Gefrierschrank liegen ;), kam mit dem Bagger vorgefahren um Berge zu versetzen, sowohl unseren als auch gleich den der Nachbarn.






Unglaublich wie fix das ging, und nicht auszudenken, wie lange die zwei Jungs gebraucht hätten das alles von Hand zu schaufeln und mit der Schubkarre zu verteilen. Nach 2 Stunden war er mit unserem Grundstück fertig und hatte mit der Baggerschaufel sogar schon alles grob plan gezogen.


Die Feinarbeit stand uns allerdings noch bevor und war dann unsere Beschäftigung für den Rest des Tages und den halben Sonntag. Hier konnte ich dann auch endlich mal wieder ein wenig mit "anpacken", denn es galt während des Harkens, Schippens und Verteilens auch noch die restlichen Queckenwurzeln und Steinchen mit aufzusammeln und zu entsorgen. Weg sind sie zwar immer noch nicht alle, aber es sieht viiiiel, viel besser aus als zuvor. Und ich muss sagen, dafür, dass hier keine Leute vom Fach am Werk waren, kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen.

Vorher sah es so aus:


Und danach so:



Die ersten Pflanzen sind übrigens auch schon in der Erde. Das konnte ich mir dann am Sonntag nicht nicht mehr verkneifen :-) Mit Steffens Hilfe wurde also ein großes Loch gebuddelt und unser ehemaliger Topf- und Balkonbewohner ins zukünftige Rosenbeet gesetzt. Die ersten Blumensamen habe ich auch schon ausgebracht. In der hinteren rechten Ecke des Gartens wird hoffentlich bald ein Stück bunte Blumenwiese erblühen. Weiter vorne sollen bald Akelei, Zinnien und eine japanische Blumenmischung für Gartenfeeling sorgen. Allerdings heißt das für mich nun auch erst mal gießen, gießen, gießen, denn abgesehen von einem kleinen Regenguss, der nicht mal den Boden komplett befeuchtet hat, regnet es hier schon seit einer Woche nicht mehr, und das bei bis zu 30 Grad im Schatten. Nicht gerade optimale Bedingungen zum Keimen, aber dann muss eben ein wenig nachgeholfen werden.

 
Montag konnte ich dann beim Vorbeigehen am Blumenladen nicht wiederstehen und musste unbedingt noch eine Bauernhortensie kaufen, die nun den ersten Farbkleks in unseren Garten zaubert. Ist sie nicht schön? :-) Und sie wird vermutlich nicht die einzige in unserem Garten bleiben. Der Boden bei uns ist einfach perfekt dafür, denn Hortensien lieben humosen, lockeren, leicht sauren Boden, und genau das haben wir hier. Und langweilig wird das bestimmt auch nicht, denn es gibt ja neben der klassischen Bauernhortensie noch so viele andere Arten. Eine sehr empfehlenswerte Website über Hortensien mit allen wichtigen Infos über Arten, Standort, Pflege usw. findet ihr übrigens hier.



Dienstag, 15. Mai 2012

Es wächst und gedeiht!

Nachdem die Natur den ein oder anderen Gang hochgeschaltet hat, freuen auch wir uns, dass wir an der Gestaltung unseres Zuhauses weiterarbeiten können.
Das Unkraut auf dem Abraumhügel hinter unserem Haus wächst aktuell schneller, als wir es jäten können. Deswegen - und weil wir im Vertrauen in die Fähigkeiten des Landschaftsbauers zwei Häuser weiter unsere Stellplätze und Wege sowie den Terrassenuntergrund in Auftrag gegeben haben - wird es Zeit, euch über die Fortschritte auf dem Laufenden zu halten.

In Vorbereitung der Arbeiten an den Wegen rund ums Haus hieß es, den Frühjahrsputz außen zu beginnen. Die letzten Überbleibsel des Bauschutts sind weg. Die Dichtungsanschlüsse in den Türrahmen sind vollständig. Die Revisionsschächte von Abwasser und Regenwasser sind auf gleicher Höhe und mit passendem Gefälle. Die Reserven von Verblendern, Kalksandstein und Dachsteinen haben ein temporäres Zuhause auf Nachbars Grundstück gefunden. Alles rund ums Haus ist weg, um den Arbeiten den Weg zu ebnen.
Auch die Bauholzreste sind inzwischen getrennt nach ofentauglichem Holz und Futter für die Feuerschale bei gemütlichen Abenden im Garten.

Während der Landschaftsgärtner unseres Vertrauens die Auffahrt sowie die Wege in Angriff nimmt, helfen Familie und Freunde beim Einebnen des Mutterbodens mit.

Im Haus geht es ebenfalls voran, wenn auch dezenter - das Treppenhaus hat die Reparatur der Umzugsschäden erlebt und die Telefonanlage nebst Medienserver hat ihren Platz gefunden.
Nebenher haben wir auch erfolgreich den Grundstein zur Besiedlung des Noch-Büros gelegt. Wenn alles nach Plan läuft, wird das unter dem Arbeitstitel 'x?' (sprich: Klein-X) laufende Projekt ab November den Familienkreis erweitern.

Kurzum: Es geht voran! :)

Sonntag, 18. März 2012

Es ist viel passiert

Ein wenig kommt's mir vor, als ob ich (Steffen) aus dem Winterschlaf erwacht bin - nach vielen arbeitsreichen Tagen in der Um- und Einzugsphase, Geburtstagen, Feiertagen, Krankheit und einem (erwerbs-)arbeitsreichen Jahresstart wird es mal wieder Zeit, euch über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. Also - was ist passiert?

Zuerst mal: Viel positives. Auf den Tag genau zum vom Bauzeitenplan geplanten Fertigstellungstermin konnten wir einziehen. Und so wachten wir auch am 9.12. in unserem eigenen Bett im eigenen Schlafzimmer im eigenen Haus auf. Ein erhebendes Gefühl!

Am Abend des Einzugs aufgebaut - ein tolles Gefühl!
Nicht ganz so erhebend war es, die Umzugskisten auszupacken. Bei unserem Umzug nach Hamburg hatten wir bereits gute Erfahrungen mit der gleichen Spedition gemacht, daher entschieden wir uns auch gegen einen vergleichsweise geringfügigen Aufpreis dafür, den gesamten Haushalt einpacken zu lassen, was den Vorteil der Versicherung hat - alles, was kaputt ist, ersetzt die Spedition.
Ein vermeintlicher Nebenaspekt - nicht offensichtliche Schäden müssen binnen 14 Tagen nach dem Umzug gemeldet werden - ist jedoch der für uns maßgeblichere gewesen. Warum?

Nunja, innerhalb 14 Tagen müssen alle Kisten leer sein, um zu schauen, ob was kaputt gegangen ist. Das ist ein ziemlich guter Druck im Hinterkopf, was mich denn auch befähigte, mit zeitweiser Unterstützung meiner Schwiegereltern tatsächlich binnen 10 Tagen die Kisten leer zu haben!

Das Maybach-Modell war ohne Packpapier in der Kiste - dafür aber Streichholzschachteln in 3 Lagen...


Es gab natürlich einige kleinere Schäden beim Transportgut, aber nichts dramatisches - und mittlerweile sind auch alle Schäden durch die Spedition beglichen worden. Der einzig noch umzusetzende Punkt sind Schäden anderer Art - nämlich am frisch fertiggestellten Treppenhaus.


Hierfür mag aufgrund der Kosten zur Behebung - das ganze Treppenhaus bedarf eines Spachtelns und Neustreichens - natürlich die Versicherung des Spediteur mit eingebunden werden. Aber auch hier: Der mittlerweile genehmigte Kostenvoranschlag wird umgesetzt - in 5 Tagen kommt der Maler.

Zurück zum Einzug und den darauf folgenden Tagen!

Eine Woche nach dem Einzug - alle anderen Kisten waren soweit leer - fehlte nur noch der größte Teil: Das gesamte Geschirr für die Küche.
Und auch hier: Wie zugesagt kamen die Profis morgens um 7 und bauten an 2 Tagen unsere Küche auf - Annes Wunschkonzert von Nolte. Auch unsere eigenen Elektrogeräte bauten sie direkt mit ein.

Die Spülmaschine hat bereits ihren Platz - und die Arbeitsplatte läuft bis ins Fenster.
Das klappte wie am Schnürchen! Jedenfalls bis wir die Arbeitsplatten vervollständigen wollten.
Da wir beide jenseits der 1,80m an lichter Höhe messen, hatten wir uns im Vorweg überlegt, die Installationen im Haus samt und sonders 5-8cm über "Normalmaß" zu setzen. Heißt: Waschbecken, Kloschüsseln, Arbeitsfläche in der Küche: Alles ist ein wenig höher. Nur bei der Planung der Schalter und Steckdosen haben wir das vergessen.
An und für sich nicht weiter dramatisch: Wir kommen kommen ja nach wie vor an alle Schalter. Aber in der Küche ernteten wir die Früchte unserer unvollständigen Planung:

Arbeitsfläche zu hoch oder Schalter zu niedrig?
Zum Glück konnten wir problemlos den unteren Schalter auf die mittlere Dose klemmen und einen geteilten Schalter anbringen - zusammen mit einem 2er-Rahmen und der Wandabschlussleiste der Arbeitsfläche (die hier noch fehlt auf dem Bild) war alles wieder im Lot.

Am 15.12. stand die Küche fertig im Haus - die eigentliche planerische Keimzelle des Hauses (wir haben erst die Küche geplant, um dann das Haus rundherum zu entwerfen). Das passte von der Zeit her wunderbar - denn nur einen Tag später hatte Anne Geburtstag. Bis sie abends zuhause war, war auch die Küche komplett eingeräumt.

Aufgebaut und eingeräumt - das Herz des Hauses
Und was Sie nicht wusste war, dass eine gute Freundin als Überraschungsgast extra aus Bayern kam, um mit ihr gemeinsam den ersten Geburtstag im eigenen Haus zu feiern.

Pottkieker Ina verfolgt die Künste des Chefs des Hauses. Denn hier kocht der Mann (zumindest die Königsberger... )!
Tags drauf durften die Damen ihr Geschick unter Beweis stellen - und zeigten, dass der Hausbau auch schneller gehen kann.

Kunst am Bau - mal anders. Und essbar. :)
 Während die Damen sich in Kreativität ergingen, sorgte ich für Wohnlichkeit im Haus - ebenfalls vor Weihnachten waren die Vorhänge an Ort und Stelle. Und mit einer pneumatischen Schlagbohrmaschine geht das alles wie Butter, auch in Stahlbetondecken!


Zwischendurch war auch unser Architekt nochmal zu Besuch, um die abschließende Luftdichtheitsprüfung abzunehmen. Der magische Gernzwert für KfW55-Häuser lautet: 1,5. Das heißt, bei einem Unterdruck von 50 Pascal darf maximal das 1,5-fache des Hausvolumens in einer Stunde nachströmen.


 Auf unseren Zertifikat ist ein Wert von 0,8. Und das, obwohl wir noch eine undichte Stelle im Dachgeschoss hatten, an der unser Sanitärgewerk eine Rohrführung auf den Dachboden (zum Wärmetauscher) nicht abgedichtet hatten. Das ist inzwischen behoben. Insgesamt ist also die Qualität der geleisteten Arbeit sehr zufriedenstellend.

Am 22.12. kamen schließlich die letzten Handwerksbesucher für das Jahr 2011. Schließlich sind bodentiefe Fenster im OG zwar toll, aber auch nicht ganz ungefährlich - dafür gab's noch ein paar Brüstungen.


Der Zweck ist ziemlich klar: Abstürze vermeiden. Und weil während der gesamten Bauphase alles so wundervoll lief, kam, was kommen musste: Beim Anbau der Brüstungen stürzte einer der beiden Monteure von der Leiter und kugelte sich den Arm aus. Ich rief sofort einen Krankenwagen (zumindest weiß ich jetzt, wie lang sie brauchen - 14min. für "nicht lebensbedrohliche Fälle") und hatte damit am letzten Tag der Montagearbeiten am Haus doch noch einen Grund, der Berufsgenossenschaft etwas in ihren Erhebungsbogen zu schreiben.

Soweit zum Hausbau. Was nun folgte, waren ein paar schöne Feiertage im Kreise der Familie, in denen wir gleich mal testen konnten, wie es sich mit 12 Personen so im Essbereich diniert. Test bestanden! :)

 Ach und einen Test gab's noch: Der Kamin durfte probelaufen. Pünktlich an Weihnachten war damit auch der gemütliche Teil am eigenen Haus abgedeckt.

Die ersten Scheite spenden Wärme
Nach den Feiertagen gab's dann auch die Wohnungsübergabe - der Abschied aus der Miete. Der verlief (bis auf eine krankheitsbedingte Verzögerung) auch fast völlig reibungslos. Der einzig fehlende Schlüssel fand sich direkt nach der Rückkehr von der Übergabe auch wieder an, damit war alles erledigt.
Und wir waren seitdem nicht mehr in Bergedorf, unserem "alten Hamburger Zuhause".

Inzwischen hat auch jeder Raum seine Lampe an der Decke. Der Bescheid für die Grundsteuer ist da, so dass wir jetzt die Nebenkosten unseres trauten Heims in Gänze kennen. Und die Rechnung geht auf: Die Vergütung für den Solarstrom deckt alle Nebenkosten: Strom (noch haben wir keine Speicherlösung, aber daran arbeiten wir... ;) ), Wasser, Abwasser, Müll, Grundsteuer.

Das Haus trägt sich selbst.

Das ist ziemlich genau das, was wir uns erhofft hatten. Und als wäre das nicht genug, sind auch unsere Nachbarn Goldstücke, jeder für sich - lauter verschiedene Charaktere mit einer Gemeinsamkeit: Wir kommen alle prima miteinander aus. Und wenn sich die Damen der Nachbarschaft in einem Haus versammeln, um gemeinsam den Abend zu verbringen, treffen sich die Herren der Gattung in einem anderen -


zum Skat.
Zwischenzeitlich hatten auch unsere direkten nördlichen Nachbarn ihr Richtfest und nach einiger Verzögerung durch den Frost geht's auch dort munter weiter - aktuell wird verklinkert. Für uns ist das ein wenig so wie zu junge Nostalgie - "damals, als wir grad beim Klinkern waren..." - dabei ist es gerade ein paar Monate her.

Wir stecken gerade in den Planungen für die Auffahrt, das Carport (obwohl wir es Bikeport nennen könnten, denn noch erwehren wir uns erfolgreich der Notwendigkeit, ein Auto zu fahren), die Wege ums und ins Haus sowie die Terrasse. Aber dazu mehr, wenn es demnächst wieder losgeht - dieses mal in den Außenanlagen.

Wir halten euch auf dem Laufenden! :)

Dienstag, 6. März 2012

Lebenszeichen

Es ist soweit. Nach einer winterlichen Auszeit vom Blogschreiben melde ich mich kurz zurück, allerdings erst einmal nur um anzukündigen, dass bald mehr folgen wird. Zwei Posts sind bereits in Arbeit. Da es jedoch so waaahnsinnig viel zu berichten gibt, müsst ihr euch leider noch ein wenig gedulden. Aber: Wir leben noch, uns geht's prima und bald gibt's wieder was zu lesen und zu gucken ;)
Ach ja, und falls es euch noch nicht aufgefallen sein sollte, unser Blog hat auch ein kleines Facelifting bekommen ;) Alles neu macht der Frühling.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Umzug

Seit heute ist es soweit: Es wird umgezogen!
Im letzten Eintrag hatte ich noch eine gute Liste von offenen Punkten - die sieht inzwischen so aus:

- Dem Kamin fehlt zur Inbetriebnahme noch ein entsprechender Sensor, der die Lüftung ausknipst, wenn er läuft.


Ich finde, das ist ein akzeptabler Zwischenstand. :)


Aktuell wird gepackt, was das Zeug hält. Morgen geht's mit allem ab auf den LKW und gen Neu Wulmstorf.


Hier noch in aller Kürze ein paar Eindrücke vom Stand der "Baustelle", wenn man es überhaupt noch so bezeichnen möchte:


 Der Flur - mit Türen. Inzwischen ist das Großreinemachen im Gange. Die Abklebung an der Treppe bleibt allerdings, da wir nicht damit rechnen, den Umzug "unfallfrei" über die Bühne zu bekommen.

 Grad rechtzeitig fertiggeworden - der bereits festgerüttelte Untergrund für die Terrasse. Der bleibt jetzt einen Winter lang liegen und kriegt dann nächstes Jahr seinen Deckel.

 Alles richtig gemacht: bei dem Wetter fahr ich keinen LKW durch den Hamburger Stadtverkehr - das macht das Umzugsunternehmen für uns.

Anne am Ablösen des "Rahmens" unserer Wandfarbe im Wohnzimmer.


Das war's mit Einträgen aus Hamburg - die nächste Meldung sollte es dann bereits aus dem neuen Zuhause geben.

Samstag, 3. Dezember 2011

Was fehlt noch zum Einzug?

Auf diese Frage lässt sich verschiedentlich antworten.

Die Antwort des Faktenmenschen:
- Die Lüftung braucht noch ihre finale Installation (ein paar Ventile an Wänden und Decken) und eine Einmessung.
- Die Fliesen kriegen noch Silikonfugen.
- Einige Wände harren noch der Farbe.
- Ein paar Steckdosen und Schalter möchten noch einen Deckel haben.
- Eine Fensterbank muss noch verfugt werden.
- Innentüren wären nicht übel.
- Die Fenster vertragen noch eine Isolierung.
- Netzwerk- und TV-Anlage stehen noch aus.
- Ne Klingel wär schön.
- Die Badewanne benötigt noch eine Armatur.
- Dem Kamin fehlt zur Inbetriebnahme noch ein entsprechender Sensor, der die Lüftung ausknipst, wenn er läuft.


Die Antwort des Optimisten:
Nix, kann losgehen!

Die Antwort des Projektleiters:
Noch 6 Tage.


Kurzum: Wir sind ein gutes Stück weiter!
Die Fliesen liegen überall und sind verfugt. Hierbei ein besonderer Dank an die Jungs von unserem Fliesenlegerbetrieb Schwerin, die haben aber sowas von gute Arbeit geleistet! Nicht minderer Dank an den Papa von Anne, der sich ebenfalls mit insgesamt 3 Räumen einbrachte.
Da mein (Steffen) Dad - unser Lieblingselektriker und Mastermind hinter unser exzessiven Hausinstallation - schwer erkrankt nach der Rohbauinstallation passen musste, aber quasi den Bau im Kopf hat, bin ich dazu übergegangen, seine Hände zu sein. Das heißt: Die Installation der Heizungssteuerung gehörte (wie auch bereits vorher die Elektrik der Lüftungsanlage und die Reparatur der Heizungselektrik) zu meinen Aufgaben. Und was soll ich sagen: Es tut.
Wer mich und meine mäßigen Handwerkerfähigkeiten kennt, weiß, was das für mich bedeutet. :))

Anne wächst als Malerin über sich hinaus, unterstützt von den Müttern beider Seiten. Mehrere Räume sind bereits final elektrisiert mit allen fertigen Schaltern, Steckdosen, Netzwerk- und TV-Anschlüssen.

Insgesamt sollte sich der von Beginn an avisierte Fertigstellungstermin - der 9. Dezember diesen Jahres - halten lassen. Eine unglaublich tolle Leistung aller Beteiligten!

Anbei noch ein paar Schnappschüsse der letzten Tage:


Reparatur von Putzfehlern - hier ragten noch die Putznetze aus dem Gips.


Die Speisekammer in Versuchsfarbe :)


Der Kaminanschluss, eingemauert mit Schamott-Mörtel - das sollte halten. Der kann nämlich bis zu 1200°C ab, der Kamin liefert aber maximal 300.


Da stecken ein paar Stunden Eigenleistung in dem Raum: ungefähr 10 (von 2 Leuten) für's Fliesen und Verfugen, weitere 4 zum Anschließen der Heizungssteuerung und 2 weitere zum Streichen. Und das ist nur eine Abstellkammer.

Die Glaswand der Dusche im Vordergrund, die große bodentiefe Doppelbadewanne im Hintergrund - die Armatur kommt am Dienstag.


Das Schlafzimmer, fertig gestrichen und mittlerweile auch komplett elektrisch installiert. Fehlt nur noch der Deckel für den Lüftungseinlass. (Der Schreibtisch ist übrigens ein ziemlich cooler - ein tolles Geschenk eines tollen Menschen.)

Geschippt haben wir, bis zum Geht-nicht-mehr: Mittlerweile ist die Terassenvorbereitung verdichtet, mit B2 aufgefüllt und erneut verdichtet. Hat jemand Lust, die Steine zu verlegen? :)


Die Malermeisterin nach einem Einsatz.

Und nun bleibt uns nur noch eins übrig: Malen, bis alles Farbe hat und die Elektrik finalisieren. Das schaffen wir bis Mitte der Woche. Wenn die obigen Restarbeiten unserer Gewerke ebenfalls wie terminiert durchlaufen, steht das Haus Dienstag Abend wie bestellt vor uns.

3 Tage vor Plan, wie ich als Projektleiter hinzufügen möchte.
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