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Dienstag, 3. Juli 2012

Es grünt so grün...

... wenn der Rasen sprießt! :-D Es ist unglaublich, aber wir haben einen mittlerweile schon deutlich sichtbaren grünen Flaum im Garten. Aus einiger Entfernung von schräg unten betrachtet, sieht es sogar schon richtig nach Rasen aus.

Letztes Wochenende bekamen wir relativ spontan familiäre Unterstützung, um die besonders ich (Anne) zur Zeit sehr, sehr dankbar bin, ganz besonders, wenn es um so Sachen wie Grundstück planieren geht. Das ist nämlich ein echter Knochenjob.
Nachdem uns vor einiger Zeit ja schon Steffens mittlerer Neffe beim Verteilen des Erdaushubs geholfen hatte, kamen am Samstag morgen Steffens Eltern zu Besuch und hatten seinen ältesten Neffen mitsamt Freundin mitgebracht. Der eigentliche Anlass war der bei uns nun vorerst letzte Elektrikereinsatz meines Schwiegervaters an und um unser Haus. Es galt nämlich noch das Gartenhaus zu verkabeln und einige Lampen im Außenbereich anzubringen. Da Steffens Neffe jedoch auch spontan Zeit hatte, organisierten wir gleich noch zwei Fuhren Mutterboden bei unserem netten Bauern um die Ecke. Diese wurde allerdings vor dem Haus abgeladen (weil der Traktor bei uns durch die Randsteine und die Südterasse nicht mehr am Haus vorbeipasst) und musste mühsam mit Schippe, Schubkarre und Muskelschmalz nach hinten in den Garten befördert und dort verteilt werden.
Supernetterweise lieh uns unsere Nachbarsnachbarin auch noch ihren Mann zum Schippen und Schleppen. Und so wurde draußen an mehreren Fronten gleichzeitig gearbeitet: Steffen, Steffens Neffe, dessen Freundin und unser Nachbar kümmerten sich um die Erdarbeiten und mein Schwiegervater vekabelte gefühlt den halben Garten ;-) Das Ergebnis am Samstag Abend: Eine platt geharkte und schön gerade Gartenfläche, ein schon zwei Spaten tief umgegrabener Bereich, in dem der Gemüsegarten entstehen soll, und das wohl am luxuriösesten verkabelte Gartenhaus im gesamten Apfelgarten, samt eigenem Sicherungskasten, indirekter, superheller Innen- und hübscher Außenbeleuchtung, eine neue Außenleuchte für unseren Nebeneingang und eine vervollständigte Beleuchtung unserer Terasse. Wahnsinn! Meine Schwiegermutter und ich hielten derweil die Stellung in der Küche und kümmerten uns ums Catering.
Eigentlich wollte Steffen unbedingt an diesem Abend auch noch den Rasen aussäen und die Fläche planieren. Da abends um 8 Uhr die Luft aber dann doch auch irgendwie raus war und alle müde waren, vertröstete ich ihn auf morgen. So klang der Abend beim gemütlichen Grillen aus.

Sonntag morgen sollte es dann eigentlich wieder frisch ans Werk gehen. Eigentlich! Als ich aufstand und aus dem Fenster sah, dachte ich noch so bei mir: "Wie schön! Der angekündigte Regen kommt wohl tatsächlich erst mittags." Pünktlich nach dem Frühstück schüttete es los. Und wir hatten uns extra eine Rasenwalze und einen Saatwagen geliehen, und vor allem: ich hatte Steffen am vorigen Tag vom Säen abgehalten :-/
Die Rasenwalze funktionierte bei diesem Wetter genauso gut, wie ein nicht ordentlich eingemehltes Nudelholz auf zu warmem Mürbeteig: der Boden blieb einfach kleben. Er rieselte hinter der Rolle in Klümpchen einfach wieder auf dem Boden, und so sah es vor und hinter der Walze exakt gleich aus. Diesen Arbeitsschritt konnten wir uns also schon einmal schenken. Eigentlich warteten wir auch noch auf eine dritte Fuhre Mutterboden für die Südseite des Hauses, doch dem Bauer war es an diesem Tag wohl einfach zu nass. So wurde die restliche Erde vor dem Haus noch verteilt und auf der Südseite wie geplant die LED-Spots am Unterschlag eingebaut. Doch den Rasen auszusähen ließ Steffen sich trotz des wirklich miesen Wetters nicht nehmen. Im strömenden Regen lief er mit dem, mit einer Plastiktüte abgedeckten Streuwagen durch den Garten. Und da der Regen anschließend noch einmal so richtig losschüttete, war die Aufgabe der Rasenwalze auch quasi erfüllt: Die Samen waren wunderbar an das Erdreich angedrückt und auch gleich kräftig angegossen worden.

Tjaaaaa, und weniger als eine Woche später, nämlich diesen Samstag morgen, trauten wir unseren Augen kaum. Am Vorabend hatten wir uns erst die Rasensaat angeschaut und es war noch nichts zu erkennen. Dann kam über Nacht ein heftiger Gewitterschauer und mit ihm schwülwarme Luft.
Als ich Samstag morgen noch etwas verschlafen von unserem Schlafzimmerfenster in den Garten hinunterblinzelte, musste ich zweimal hinschauen. War da etwa ein grünlicher Schimmer auf der sonst braunen Fläche zu erkennen? Als wir dann unten auf der Terrasse standen sahen wir es: bereits 1cm (!) lange Grashälmchen blitzten gleichmäßig verteilt auf der ganzen Fläche in der Morgensonne. Die waren einfach so über Nacht mal eben gewachsen. Seitdem kann man dem Rasen beim Wachsen zwar nicht zuhören, aber zusehen. Ein Zentimeter pro Tag ist zur Zeit der Durchschnitt, wobei er gerade auch quasi ideale Bedingungen vorfindet. Es ist warm, aber nicht brüllend heiß, auch nachts nicht kälter als 12 Grad. Tagsüber wechseln sich Sonne und Wolken ab, und Schauer gab es in letzter Zeit alle ein bis zwei Tage. Für diese Woche ist allerdings kaum bis kein Niederschlag mehr angesagt. Macht aber nichts, da wir den Rasen sowieso eigentlich nur wenn wirklich unbedingt nötig gießen wollten. Bekommt er nämlich von Anfang an immer regelmäßig Wasser, gewöhnt er sich daran und bildet ganz flache Wurzeln aus. Kommt dann mal eine richtig heiße Trockenperiode, geht der Rasen ohne weiteres Gießen ein, weil die Wurzeln sich aus der Erde darunter kein Wasser holen können. Also heißt unser Motto: "Gießen: So wenig wie möglich, so oft wie (unbedingt) nötig."
So, genug geschnackt. Nun endlich das Ergebnis in Bildern. :-)

 Samstag

 Sonntag

Montag

Dienstag

Montagmorgen: Blick vom Büro/Kinderzimmer in den Garten.


Nach einer Hauruck-Aktion hatten wir einen Tag später dann seitlich neben dem Haus die Erde verteilt und Dienstag den Rasen gesät. Gestern morgen tat sich auch hier pünktlich etwas :-)

Von Weitem ist noch nicht viel zu Erkennen, außer ein paar vorwitzige Quecken...

... aber aus der Nähe betrachtet! 
Rund um unseren neuen Gartenbewohner, den Sommerflieder, sprießen lauter feine grüne Grashälmchen.


Und so sieht es jetzt in unserem Vorgarten aus. Den endgültigen Schliff bekommt er, wenn die Straße gepflaster wird, was hoffentlich im Herbst der Fall ist.

Was is'n das da für'n Poser im Hauseingang? ;-D



Zum Schluss noch einmal vielen herzlichen Dank an alle fleißligen Helfer. Ohne euch wären diese Bilder so schnell nicht zustande gekommen! 
DANKE!


PS: Und was dieses kreuzförmige Gebilde hinter unserem Gartenhaus betrifft: mehr dazu im nächsten Blogeintrag :-)



Freitag, 22. Juni 2012

Blütenpracht

Wer braucht schon Rasen? Wir haben Rosen! :-D Und die blühen nun nach und nach auf.
"Aquarell", die schon bei der Pflanzung geblüht und sich dann halb verausgabt hat (unglaublich, wie groß ihre Blüten werden), zieht sich nun zurück...

Erst so... :-)

 ... nun so :..-(

.... und überlässt die Beet-Bühne dem neuen Star des Gartens: "Ballade". Besonders in Kombination mit Lavendel: Rosen-Romantik pur!


Viel farblichen Schwung bringen diese zwei "Musikliebhaber" ins Rosenbeet: "Rumba" und "Jazz"



Auf dem besten Weg zur Blütenpracht sind die Gladiolen. Ich habe die Knollen erst vor ca. zweieinhalb Wochen ins Beet gesetzt, und nun sehen sie schon so aus.


Okay, sie müssen ja auch noch ein kleines Stückchen an Höhe zunehmen, bevor sie im Spätsommer richtig loslegen und den Hintergrund des Beetes verschönern dürfen. Aber es ist trotzdem erstaunlich, wie doch das meiste im Garten auch ohne großes Verhätscheln "leben will". Dummerweise macht dieser Elan bei Unkraut nicht halt ;-)

Aber weiter mit den Garten-News... Die Rispenhortensie hat schon ihre ersten Scheinblüten entblättert, allerdings machen die dem Namen "Pinky-Winky" noch keine sonderlich große Ehre ;-)


Gut Ding will Weile haben. Die Rispenhortensie macht sich jedenfalls prächtig. Der Busch ist gut angewachsen und verträgt im Gegensatz zur Bauernhortensie auch Trockenperioden ohne Gießen. Apropos Bauernhortensie...


Die weiß mittlerweile kaum noch, wie sie ihre ganzen Blütendolden tragen soll. Und grüne Blätter werden ja sowieso auch völlig überbewertet ;-) Leider machen die Blüten nach einem heißen Tag abends immer etwas schlapp. Dann hängen sie ganz welk herunter und man fürchtet schon: Jetzt ist sie hinüber. Wenn sie sehr schlimm aussieht, gieße ich sie abends. Manchmal bekrabbelt sich die Pflanze aber auch komplett von selbst wieder, und am nächsten Tag sieht sie aus, als wenn nichts gewesen wäre. Wer sich also um seine welk aussehende Hortensie sorgt: Ja, sie brauchen viel Wasser, bzw. mehr als andere Pflanzen, aber nach einem heißen, sonnigen Tag ist es völlig normal, dass sie schlapp aussieht. So eine Hitze geht ja auch an uns Menschen nicht ganz spurlos vorbei. Abends einfach ein Kännchen Wasser für die Hortensie und ein Fläschchen kühles (alkoholfreies :-)) Bier für den Gärtner oder die Gärtnerin, und schon sieht die Welt am nächsten Tag wieder besser aus ;-)

Zum Schluss noch ein hübsches Foto von einem unserer fleißigsten Gartenbewohner.


Ich liiiiebe Lavendel! Und ich liebe Hummeln! Und Hummeln lieben Lavendel!
Und dass unsere "Dreckwüste" Stück für Stück mehr Garten wird, das liebe ich ganz besonders :-)


Viele sonnige Gartengrüße,

Anne



PS: Juhuu, morgen bekommen wir fleißige Gartenhelfer! Damit es nicht nur bei Rosen bleibt, sondern bald auch der Rasen grünt ;-) Wir halten euch auf dem Laufenden.

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