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Freitag, 21. März 2014

Frühjahrsputz & Frühlingsfreuden

Nun wird es aber wirklich Zeit, dass ich mich endlich mal wieder melde. Ist ja nicht so, als wenn ich nicht fleißig geschrieben hätte. Dieser Blogpost lag schon etwa 2 Wochen als Entwurf herum. Aber es haperte einfach an schönen Fotos, weil meine Kamera kurzzeitig nicht so wollte wie ich. Nun habe ich aber gestern bei diesem herrlichen Wetter pünktlich zum Frühlingsanfang auch gleich den Frühling in Bildern einfangen können.

Rosen und Gehölze haben schon fleißig Blätter oder Blüten getrieben.


o.l.: Forsytie, o.r.: Aronia
u.l.: gewöhnlicher Flieder, u.r.: Rose "Jazz"

Bei den Stauden gibt es besonders schmuckes Blattwerk in allen Formen zu bewundern. Von wegen "dasselbe in Grün" - alles Unikate vom Feinsten! Man muss sich nur mal die Zeit nehmen und etwas genauer hinsehen. ;-)


o.l.: Frauenmantel, o.r.: Lupine
u.l.: Akelei, u.r.: Schafgarbe

Eigentlich wollte ich ja noch ein wenig damit warten, aber da alle Nachbarn auch schon ihre Osterdekoration draußen haben (blöder Gruppenzwang ;-)), und da es bei dem raschen Blattaustrieb auch irgendwann schwierig wird, überhaupt noch die Eier über die Äste zu fädeln, sieht es nun eben doch schon ziemlich österlich bei uns aus. Emilia durfte mir natürlich beim Schmücken helfen. Und "Aia" kann sie auch schon richtig deutlich sagen. ;-D



Dass der Frühling wirklich angekommen ist, kann man bei uns sogar hören. Seit nun schon etwa 3 Wochen sind nämlich die Kraniche aus dem Süden zurück, und die ziehen bei schönem Wetter lautstark ihre Kreise über uns, um die gute Thermik über den Dächern des Wohngebietes und über den Wiesen des angrenzenden NSG zu nutzen. Für mich persönlich ist das die schönste Frühlingsmusik überhaupt.


Auch der Vorgarten kann sich sehen lassen. Hier blühen die sich immer weiter selbst vermehrenden Hornveilchen in Hülle und Fülle. Die im letzten Jahr gepflanzten Blütensträucher legen ebenfalls nun richtig los. Sie haben sich wirklich toll entwickelt.




Aber wir haben natürlich in der letzten Zeit nicht nur faul im Garten gesessen. ;-) Bei diesem insgesamt ja wirklich schönen Wetter der letzten Wochen habe wir die Gelegenheit genutzt und schon...
  • in allen Beeten Unkraut gejätet,
  • das Eichenlaub aus der Lavendelhecke gesammelt und die Lavendelsträucher, die bereits schon kräftig ausgetrieben hatten geschnitten,
  • die Rosen beschnitten,
  • den Rasen schon zum 2. Mal (!) in diesem Jahr gemäht, und mein Schwiegervater hat ihn am vergangenen Wochenende auch vertikutiert (unglaublich, was da raus kam!),
  • einige extrem wuchernde Storchschnabelstauden verkleinert und die Pflanzenteile an noch kahlen Stellen wieder eingepflanzt,
  • rund ums Haus für Frühlingsstimmung in Töpfen gesorgt,
  • Anemonenknollen (eine Nacht lang in Wasser eingeweicht) und in den Beeten in hoffentlich dann hübsch blühenden Pulks "verteilt",
  • einen Graben rund um die Himbeeren ausgehoben (der allerdings noch tiefer gegraben werden muss), in den dann eine Wurzelsperre eingebuddelt wird, auf das die Sträucher sich nicht mehr ins Gemüsebeet ausbreiten können,
  • und mein Mann hat mit meinem Schwiegervater zusammen schon vor einiger Zeit mein Geburtstagsgeschenk zusammengebaut und installiert: ein wunderschöner, super stabiler Rosenbogen mit Tor, der unseren Garten auch kinderausbruchssicher machen soll. Fehlt nur noch eine Kletterrose, eine Clematis und ein wenig Zaun daneben.

Was ebenfalls noch gemacht werden muss, ist die Anlage des diesjährigen Gemüsebeets, aber das wiederum kann ich erst machen, wenn die Himbeeren "eingesperrt" sind. Ja, ich weiß, ich bin spät dran. ;-)

Unterdessen tanken die Pflanzen draußen heute erst mal wieder ein wenig Wasser. Dauernieselregen ist bei uns schon den ganzen Tag angesagt. Man kann wirklich zusehen, wie alles Stunde um Stunde noch grüner und üppiger wird. Da verzichte ich gerne ein paar Tage auf Sonne, lehne mich drinnen im Trocknen zurück, schwelge noch ein wenig in den Erinnerungen und Fotos von gestern und lasse die Natur ihre Arbeit machen.

Liebe Grüße,


Mittwoch, 11. Juli 2012

Zwischenbilanz im Blumenbeet

Freud und Leid sind im Blumenbeet oft direkte Nachbarn. Das musste ich bei meiner heutigen "Visite" bei den Stauden und Rosen wieder erleben.

Zum größten Sorgenkind hat sich unser Forsythienstrauch entwickelt. Er hatte sich bei uns eigentlich schon prima eingelebt und war bereits kräftig gewachsen. Dann entdeckte ich einige wenige gelblich-braune Flecken auf den etwas welken Blättern. Ich schob es auf die Hitze, denn als es vor einigen Wochen so richtig heiß war, hatte ich ihn gießtechnisch ein wenig vernachlässigt. Mittlerweile ist das Wetter aber eher kühl, es regnet fast täglich und gelegentlich schaut einmal die Sonne zwischen den Wolken hervor. Eigentlich ideale Wachstumbedingungen, möchte man meinen.


Doch das hier sieht alles andere als gesund aus. Ich recherchierte im Netz, fand aber nichts, was hundertprozentig dazu passen würde. Lediglich die Symptome der Gelbnetzkrankheit trafen einigermaßen zu, aber auch nicht so richtig. Sollte diese Diagnose zutreffen, dann gibt es allerdings nur noch eines: komplette Pflanze rausreißen und verbrennen oder im Restmüll entsorgen. Ich werde wohl erst einmal einen Zweig abschneiden, diesen eintüten und damit zu unserer ortsansäßigen Gärtnerei gehen. Vielleicht können die mir ja weiterhelfen. Wenn die nicht weiter wissen, dann probiere ich es mit einem Radikalschnitt bis kurz über dem Wurzelstock. Falls einer von euch Rat weiß, bitte meldet euch. Ich fände es sooo schade, wenn ich die Pflanze aufgeben müsste :-(

Es gibt aber natürlich auch gute Nachrichten. Unsere Rosen gedeihen prächtig. Aquarell, Lichtkönigin Lucia und Eden '85 gönnen sich gerade eine wohlverdiente Ruhepause, die beiden letzteren haben aber schon wieder Knospen angesetzt. Jazz (links unten) und Rumba (rechts unten) hingegen wollen gar nicht mehr aufhören zu blühen, und das bei diesem doch sehr wechselhaften und teils wirklich ungemütlichen Wetter. Rumba hat außerdem noch unzählige Knospen auf Lager. Wenn die alle aufgehen, dann wird das eine verschenderische Pracht.



Letztens habe ich doch erst noch so hocherfreut darüber berichtet, dass nach langer Zeit des Wartens unsere Dahlie sich an Tageslicht wagte. Sie hatte sich wirklich toll entwickelt. Heute morgen sah ich dann das Elend: Schneckenalarm! Leider schon zu spät. Der oder die Übeltäter waren bereits über alle Beete, aber sie hatten ganze Arbeit geleistet :-( Ich fürchte, dass sogar die oberste Triebspitze angeknabbert wurde, womit sich das mit der Blüte dann wahrscheinlich auch erledigt hätte.
Eigentlich hasse ich es Gift in den Garten zu bringen, aber nun werde ich wohl doch eine Ausnahme machen und Schneckenkorn streuen, allerdings eines, dass für andere Tiere nicht gefährlich ist.


Ebenso wie den Schnecken scheint der "Japanische Blumenmischung" das feuchte Klima zu gefallen. Die ersten Blüten sind aufgegangen. Passen sie nicht wunderbar zum pinken Steppensalbei? :-)


Der Phlox ist in den letzten Tagen explodiert. Doch so sehr ihm auch die ausreichende Wasserversorgung gefällt, so sehr setzt sie ihm auch gleichzeitig zu. Auf ständig nassen Blättern fühlt sich der echte Mehltau nämlich richtig wohl. Bisher scheint es den Pflanzen aber noch nicht sonderlich viel auszumachen. Seit dem Befall sind sie unvermindert weitergewachsen.


Wenn ich am Blumenbeet so von Pflanze zu Pflanze gehe, alle begutachte, hier und da mal eine verwelkte Blüte oder ein Unkraut zupfe, dann merke ich es oft gar nicht, wie sich auf leisen Pfötchen Nachbars Katze Felicitas, genannt "Feli" anschleicht. Manchmal sitzt sie dann einfach nur auf der anderen Seite des Gartenzaunes, beobachtet mich, was für seltsame Sachen ich da tue, und maunst dann irgendwann. Manchmal streicht sie mir auch einfach um die Beine und ich bekomme fast einen Herzinfarkt :-)


Ein nicht sehr erfolgreicher Saatversuch im Beet waren die Lupinen. Dieses winzige Pflänzchen ist das einzige, was aus einer kompletten Saattüte hervorgegangen ist. Bisher haben es die Schnecken zum Glück noch nicht entdeckt. Entweder sie mögen keine Lupinen, oder dieses Exemplar ist selbst ihnen zu mickrig.


Was sehr schön gekeimt hat sind die Akeleien. Bald kann ich den Bereich etwas ausdünnen und einige Pflänzchen an einen anderen Platz verpflanzen, auf das es im nächsten Jahr überall im Beet elfengleich blüht :-)


An anderen Bau- oder Gartenblogs gefällt mir immer besonders die Rubrik "Vorher - Nachher". Da sich mittlerweile ja schon einiges getan hat, hier der erste Vorher-Nachher-Vergleich unseres Rosen-/Staudenbeetes:
 Links: 3. Juni 2012. Rechts: 11. Juli 2012.


Und zum Schluss noch ein Schnappschuss von einer unserer Frauenmantelpflanzen.


Blumige Grüße aus dem Garten,
Anne

Montag, 28. Mai 2012

Pflanzenshoppingsucht

Es ist furchtbar. Sogar Steffen ist jetzt schon von der Pflanzenshoppingsucht befallen, auch wenn das bei ihm einen anderen Grund hat. Er weiß nämlich, dass ich beim Pflanzenkauf im siebten Gärtnerhimmel schwebe, und wenn ich glücklich bin, geht es ihm auch gut ;)
Samstag waren wir also in einer Gärtnerei im Nachbarort Buxtehude, die auch eine eigene Baumschule haben. Sie ist ziemlich groß und hat zudem viele tolle Raritäten. Besonders aufwendige Schnittgehölze gibt es dort in Hülle und Fülle. Deswegen waren wir aber eigentlich gar nicht dort. Wir hatten viel banalere Gartenpläne. Da bei uns seit wir schönes Wetter haben der Wind von Osten so sehr über unser Grundstück pfeift, wurde es Zeit, am Grundstücksrand für eine zumindest teilweise Heckenbepflanzung zu sorgen. Auf unserer Liste standen deshalb Feldahorn, Hainbuche und Hasel, allesamt robuste, pflegeleichte Pflanzen, die auch strengeren Frost gut abkönnen. Da hinter unserem Garten ja direkt offene Wiesen liegen, kann es hier im Winter nämlich schon mal empfindlich kalt werden.
Feldahorn war jedoch nicht zu bekommen. Die Pflanze sei völlig aus der Mode, sagte man mir. Interessiert mich das? Nein, aber egal. Es ließ sich ja in diesem Moment nichts daran ändern. Also packten wir erst einmal nur vier Hainbuchen auf unseren Wagen. Einen Haselbusch fanden wir schließlich auch noch. Und weil wir gerade so schön dabei waren und Steffen plötzlich auch in Shoppinglaune verfiel, kamen schließlich noch ein Forsythienstrauch und eine Rispenhortensie hinzu. Letztere ist bisher im Gegensatz zu unserer Bauernhortensie, die wie es mir scheint von Tag zu Tag schöner wird, noch ziemlich unscheinbar und einfach nur grün, hat aber bereits Knospen. Und sie schien wohl auch nicht erst seit gestern im Außenbereich der Gärtnerei zu stehen, jedenfalls war das Schild daran schon so verblichen, dass die abgebildete Blüte darauf eher grün-weiß erschien. Ich muss hierzu noch erwähnen, dass Steffen ein großer Freund von Grünzeug ist, nicht aber von großblütigen Pflanzen. Heute suchte ich also einfach mal im Internet nach der Sorte und wurde sofort fündig. Es handelt sich dabei um eine Züchtung namens 'Pinky Winky'. Ich würde sagen, sie entspricht nicht ganz den Vorstellungen meines Mannes ;) Aber sollte sie sich tatsächlich so entwickeln, dann finde ich sie einfach nur traumhaft.

Samstag nachmittag bekamen wir dann Gärtnerverstärkung. Eine Arbeitskollegin von Steffen, die ebenfalls in anderen Umständen und mir sechs Wochen voraus ist, hatte angeboten, ihren Mann zur Gartenarbeit auszuleihen. Die Männer erledigten dann die Knochenarbeit und wir standen mit prüfenden Blicken daneben. (An dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankschön für die Hilfe!) Innerhalb kurzer Zeit waren schließlich alle Pflanzen in der Erde, gut angegossen und gemulcht. Und der große Maurerkübel, der zuvor noch zum Wässern der Pflanzen gedient hatte, wurde zu guter Letzt noch neben unserer Terrasse in die Erde eingelassen. Hier möchte ich bald noch ein kleines Kindertaugliches Wasserspiel ohne Ertrinkungsgefahr bauen. Den Plan dafür habe ich von meinen Eltern. Sie hatten nämlich zu meiner Kinderzeit in unserem kleinen Reihenhausgarten ebenfalls solch eine "Minioase" gebaut. Hier eine kleine Skizze.




Pflanzen wie z.B. Frauenmantel, Storchschnabel, Ziergras und ein Fächerahorn - von dem ich schon lange träume :) - werden den grünen Rahmen drumherum bilden. Erst einmal muss ich aber noch eine Teichpumpe besorgen. Bisher habe ich noch keine Ahnung welche, aber ich halte euch auf dem Laufenden, und für Tipps bin ich natürlich auch immer dankbar. :)


 Das Pflanzergebnis.



 "Pinky Winky"


Die Forsythie und dahinter unsere mittlerweile fast schon alt eingesessene Bauernhortensie

 Hainbuchenparade.

 Vor den Hainbuchen zeigen sich mittlerweile die ersten zarten Blättchen der Reichenauer Blütenmischung, die ich vor einer Woche dort ausgesät habe.

 Der neue Haselstrauch.

Noch mehr Zuwachs im Beet: Storchschnabel der Sorte "Rozanne", die am längsten blühende Sorte überhaupt.


Gestern morgen verpasste ich den Hainbuchen dann schließlich doch noch einen leichten Pflanzschnitt. Die Verkäuferin in der Gärtnerei meinte zwar, dass dies nicht notwendig sei (vermutlich, weil es sich um Containerware und keine wurzelnackten Pflanzen handelte), aber nach eifrigem Wälzen diverser Gartenzeitschriften und Durchforsten des Internets kam ich zu dem Entschluss, dass ein leichter Schnitt nicht schaden kann. Hainbuchen sind ja sowieso sehr schnittverträglich. Alte Hecken kann man zum Beispiel bis fast auf den Wurzelstock zurückschneiden, und sie treiben trotzdem wieder neu aus. Ich kürzte den senkrechten Hauptrieb allerdings nur um ca. ein Zehntel der Gesamthöhe und zwackte an den Seitentrieben lediglich die Spitzen mit zwei bis 3 Blättern ab. Ich erhoffe mir dadurch einen buschigeren Wuchs, auf das wir in ein paar Jahren eine schöne, kompakte blick- und winddichte Hecke haben.

Nachdem es nun ja schon ein bisschen bei uns grünt fehlt erst einmal nur noch der Rasen. Da es die letzten zwei Wochen aber praktisch nicht geregnet hat, warten wir nun auf schlechtes Wetter ;) Zur Zeit würden die Rasensamen jedenfalls eher in der Mittagssonne geröstet als zum Keimen angeregt.

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