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Samstag, 27. Juli 2013

Sommerregen.

Dieser Sommer hielt bisher wirklich mal, was so ein Sommer eben verspricht. Seit Wochen hatte es nicht mehr ordentlich geregnet, und die Temperaturen erreichten tagsüber sogar hier oben in Norddeutschland die 30°-Marke. Der vor ein paar Tagen noch vorhandene, angenehme Wind hatte nachgelassen. Nachts wurde es nicht mehr kühler als 15°C. Auf dem Weg zum Einkaufen sieht der Fußweg stellenweise aus wie im Herbst. Die ersten Bäume am Straßenrand lassen schon ihr braun vertrocknetes Laub fallen. Selbst die Forsythie im Staudenbeet war bereits ganz schlapp und welk. Seit ein paar Tagen haben wir nun aber endlich die ersehnten Sommergewitter. Wenn man ganz genau lauschte, konnte man sogar den zufriedenen Seufzer der Pflanzen hören. ;-) Allerdings sind jetzt die Temperaturen noch gestiegen und die Luftfeuchtigkeit hoch. Hauptsache, die Natur freut's!

Zum Glück kann man im Garten ja künstlich nachhelfen, auch wenn ich gar nicht wissen möchte, wie sich das am Ende des Jahres auf unsere Wasserrechnung auswirkt ;-) Alles habe ich aber trotzdem nicht gegossen. Lediglich das Gemüsebeet und die Hortensien musste ich täglich wässern. Die tropischen Temperaturen zusammen mit der zunächst künstlichen und nun natürlichen Bewässerung haben zur Folge, dass das Gemüsebeet zur Zeit quasi explodiert. Neben Pflücksalat, der übrigens unglaublich aromatisch ist, haben wir mittlerweile auch schon die ersten Kohlrabi, Möhren und Rote Beete geerntet und vernascht. Bevor die richtige Ernte losgeht und das Beet wieder kahler wird, hier noch einmal ein paar Erinnerungsfoto.



Im Hintergrund sind jetzt auch schon die ersten Ringelblumen aufgeblüht. Die Sonnenblumen machen sich ebenfalls so langsam. Nachbars Sonnenblumen haben sich durch Vogelfutter selbst gesät, blühen zum Teil schon und werden dann von unseren abgelöst. So gibt es immer etwas Buntes am Gartenzaun. Ebenfalls selbst gesät hat sich bei uns übrigens der Gründünger Phacelia aus dem letzten Jahr. Ich habe ihn einfach stehen lassen. An dieser Stelle wächst wenigstens kein Unkraut, und die Bienen und Hummeln können sich dort tummeln und befruchten nebenbei vielleicht auch mal die ein oder andere Tomaten- oder Peperoniblüte im Gemüsebeet.




Unser Schmetterlingsflieder an der Südseite des Hauses lockt gerade Unmengen nektarhungriger Insekten an. Wenn man vorbeigeht, flattern Zitronenfalter, Tagpfauenaugen und Kleine Füchse um einen herum, dass man das Gefühl hat, im Feenland angekommen zu sein. :-)



Ein wahrer Hingucker im Staudenbeet ist gerade die Taglilie. Sie blüht wunderschön in einem feurigen Orange-rot, was prima mit der daneben stehenden Rose "Rumba" und dem violetten Lavendel harmoniert bzw. kontrastiert.




Als Glückskauf hat sich dieses Prachtexemplar nun herausgestellt. Ich habe im vergangenen Herbst in der örtlichen Gärtnerei einfach mal eine reduzierte "Prachtscharte" mitgenommen, ohne dass ich wusste, was das ist. Sie blühte nicht mehr und war deshalb sozusagen im Schlussverkauf.




Auch wenn die folgenden Fotos schon ein paar Tage alt sind, ich möchte sie euch auf keinen Fall vorenthalten, denn meine "Sommerüberraschung" blüht endlich! :-) Ein Traum, oder? Und wie gut die Farben im neuen Rosenbeet zusammenpassen... Ich bin mehr als glücklich mit dem Ergebnis.






Ein schönes, Restwochenende und einen erfrischenden Sommerregen wünscht Euch


Montag, 15. Oktober 2012

Garden Blogger's Bloom Day (GBBD) Oktober 2012

Schon wieder ist ein ganzer Monat seit meinem allerersten GBBD-Eintrag um. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. An unserem Garten ist sie auch nicht spurlos vorbeigegangen.

Mehltau am trotzdem noch fleißig blühenden Phlox.

Aspirin-Rose.

Hier ist mittlerweile so richtig der Herbst angekommen. Sogar die Eichen lassen nun schon ihre immer gelblicher werdenden Blätter fallen, der Rasen wächst nicht mehr wie verrückt und die Rosen blühen nur noch vereinzelt und werden schläfrig, wie eigentlich alles im Garten. 

Rose "Rumba" und kunterbunte Heidelbeersträucher.

Der Gartensalbei blüht trotz Schnitt nun zum zweiten Mal.

Kommt dann noch ein wenig Herbstsonne zum Farbspiel der Blätter hinzu, dann sieht alles ganz
verzaubert und verträumt aus. 

Rispenhortensie "Pinky Winky" im Herbstkleid.

Am faszinierendsten finde ich weiterhin unsere Gladiolen. Es ist kaum zu glauben, aber sie blühen immer noch und sind teilweise noch nicht einmal aufgeblüht :-)


Unsere Phacelia, die wir eigentlich schon längst untergraben wollten, wird weiterhin fleißig von Bienen, Hummeln und Marienkäfern besucht, sieht durch Wind und Wetter nun aber auch schon etwas zerzaust aus.


Die Blumenwiese in der süd-östlichen Gartenecke färbt sich ebenfalls herbstlich, hält aber immer noch fleißig die ein oder andere Blüte bereit und ist somit noch viel zu hübsch um einfach dem Erdboden gleichgemacht zu werden.


In letzter Zeit habe ich es mit der Ordnung im Garten nicht mehr all zu genau genommen. Da ich mittlerweile durch die Schwangerschaft bewegungstechnisch nun doch schon deutlich eingeschränkter bin als zuvor, kommt es mir gerade recht, dass es nicht mehr so warm und sonnig ist und auch die Natur etwas langsamer geworden ist - so wie ich ;-)

Knospenheide und Eichenlaub: so schön dekoriert die Natur ;-)

Argentinisches Eisenkraut.

Der vergangene Monat war hier im Norden Deutschlands bisher sehr durchwachsen und kühl. Auf den Wetterbericht konnte man sich überhaupt nicht verlassen. Über zu wenig Nass konnten wir uns ganz sicher auch nicht beschweren. Jedes Mal, wenn ich mir in den letzten zwei Wochen für einen Nachmittag das Rasenmähen vorgenommen hatte, weil trockenes Wetter angesagt war, kam spätestens um 16 Uhr der große Wolkenbruch mit Herbststurm oder der wunderbar ergiebige Landregen und setzte die gerade vom Morgentau getrocknete Wiese wieder unter Wasser. Zum Mäuse melken, oder sollte ich besser "Maulwürfe melken" sagen? Den Traum vom englischen Rasen habe ich mittlerweiler nämlich schon aufgegeben, da sich Grabowski weiterhin fröhlich bei uns breit macht und nun auch den Rasen auf der Südseite des Hauses erobert hat. Es fehlt nicht mehr viel und er erreicht die Straße vor unserem Haus.

Soweit also noch der etwas vom Thema "GBBD" abschweifende Exkurs in Sachen "blütenfreie Neuigkeiten" ;-)

Mit den besten Herbstgrüßen,


Samstag, 15. September 2012

Garden Blogger's Bloom Day (GBBD) September 2012

Heute habe ich es endlich mal auf die Reihe bekommen, das zu machen, was ich schon seit einem halben Jahr vor hatte, nämlich einen Eintrag zum GBBD zu verfassen. Der GBBD ist an jedem 15. eines Monats. Der Sinn hinter der ganzen Sache ist schnell erklärt: Einmal im Monat zeigen Gartenblogger auf der ganzen Welt, was an diesem Tag jeweils so im eigenen Garten blüht. Ich finde diese Idee besonders deshalb reizvoll, weil sie sowas wie eine örtliche "Vegetations-Chronik" ist. Nicht nur, dass man bei regelmäßigem Mitmachen irgendwann selbst auf das letzte oder vorletzte Jahr zurückblicken kann und sich dann bespielweise nicht nur fragt "War der letzte Sommer eigentlich auch so trocken?" oder "Gab es letztes Jahr aus so viele Blattläuse an den Rosen?", man bekommt auch endlich eine objektive Antwort.


Aber was blüht nun eigentlich gerade bei uns im Norden Niedersachsens
direkt an der Grenze zu Hamburg?

Ziemlich viel! :-)


Da hätten wir erst einmal die Dauerstars, unsere Rosen.
Die blühen zwar nicht alle ununtebrochen, aber es gibt eigentlich immer etwas zu bewundern, und das, obwohl der September nun auf täglichen Regen umgestellt hat und die Temperaturen herbstlich kühl geworden sind - eine ziemlich krasse Umstellung für die Pflanzen, denn bei uns wurde es in der zweiten Augusthälfte gerade erst noch einmal richtig sommerlich.


Die schönsten und zahlreichsten Blüten hat im Moment unsere Lichtkönigin Lucia.


Ich gebe zu, dass ich eigentlich gar keine gelbe Rose im Garten haben wollte, aber Steffen ließ nicht locker :-) Nun bin ich doch ganz glücklich über sie, denn besonders an grauen Regentagen leuchten die Blüten, als ob die Sonne scheint.


Im Vorgarten blühen die Aspirin-Rosen um die Wette.


An den Tupfen auf den Blüten kann man übrigens ganz gut den Wetterumschwung ablesen. Wird es kühler, färben sich die Blüten der Aspirin-Rose rosa, kommt dann noch Regen hinzu, bilden sich pinkfarbene Flecken.


Eden 85' hat eigentlich fast immer ein oder zwei Blüten zu bieten.


Aquarell bezaubert mit ihrem betörenden Duft und ihren wunderschönen, riesigen Blüten.


Der wahre Dauerblüher im Stauden- und Rosenbeet jedoch ist wie immer Storchschnabel Rozanne.


Auch unser Sommerflieder scheint gerade erst so richtig loslegen zu wollen. Er hat sich nun prima eingelebt und ist kräftig gewachsen - neue Knospen inklusive.


Zögerlich und nach dem Motto "Besser spät als nie" haben sich die Gladiolen nun entgültig noch dazu bequemt ein paar Blüten in den Himmel zu strecken.



Von der "Japanischen Blumenmischung" ist, wie ich ja schon erzählt habe, nicht mehr all zu viel übrig geblieben, weil sie drohte alles zu überwuchern und so fast einen Gartensalbei und eine Pfingstrosenpflanze getötet hätte. Aber die Hilfe kam noch rechtzeitig und so sind nur noch ein paar Ringelblümchen und v.a. Zinnien übrig geblieben.



Letztere schießen gerade wie verrückt in die Höhe und wirken mitten im Beet ein wenig fehl am Platz. Weil sie aber so wunderschöne Blüten haben und keine anderen Pflanzen bedrängen, habe ich es nicht über das Herz gebracht, sie auch noch herauszureißen ;-)

Der Phlox hat zur Zeit mal wieder mit Mehltau zu kämpfen, blüht aber trotzdem. 



Mir ist aufgefallen, dass sich die Blütenfarbe je nach Temperatur verändert. Als es im August richtig heiß und sonnig war, bekamen die Blüten eine etwas pinkere Färbung. Nun ist besonders die eine Sorte wieder richtig schön lavendel-blau, was bei Phlox eine sehr seltene Farbvariante ist.


Die Reichenauer Blumenwiese verabschiedet sich gerade in den Herbst und hat ihre schönste Zeit schon hinter sich. Hier und da gibt es aber doch noch einige Schätzchen, die sich vom eher ungemütlichen Wetter nicht unterkriegen lassen. Besonders schön finde ich diese hier:


Zum Abschluss noch ein Foto von unserer neuen, zarten Herbst-Anemone.


Einen ebenso dankbar blühende Garten und einen geruhsamen Samstag-Nachmittag wünscht euch
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