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Sonntag, 18. März 2012

Es ist viel passiert

Ein wenig kommt's mir vor, als ob ich (Steffen) aus dem Winterschlaf erwacht bin - nach vielen arbeitsreichen Tagen in der Um- und Einzugsphase, Geburtstagen, Feiertagen, Krankheit und einem (erwerbs-)arbeitsreichen Jahresstart wird es mal wieder Zeit, euch über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. Also - was ist passiert?

Zuerst mal: Viel positives. Auf den Tag genau zum vom Bauzeitenplan geplanten Fertigstellungstermin konnten wir einziehen. Und so wachten wir auch am 9.12. in unserem eigenen Bett im eigenen Schlafzimmer im eigenen Haus auf. Ein erhebendes Gefühl!

Am Abend des Einzugs aufgebaut - ein tolles Gefühl!
Nicht ganz so erhebend war es, die Umzugskisten auszupacken. Bei unserem Umzug nach Hamburg hatten wir bereits gute Erfahrungen mit der gleichen Spedition gemacht, daher entschieden wir uns auch gegen einen vergleichsweise geringfügigen Aufpreis dafür, den gesamten Haushalt einpacken zu lassen, was den Vorteil der Versicherung hat - alles, was kaputt ist, ersetzt die Spedition.
Ein vermeintlicher Nebenaspekt - nicht offensichtliche Schäden müssen binnen 14 Tagen nach dem Umzug gemeldet werden - ist jedoch der für uns maßgeblichere gewesen. Warum?

Nunja, innerhalb 14 Tagen müssen alle Kisten leer sein, um zu schauen, ob was kaputt gegangen ist. Das ist ein ziemlich guter Druck im Hinterkopf, was mich denn auch befähigte, mit zeitweiser Unterstützung meiner Schwiegereltern tatsächlich binnen 10 Tagen die Kisten leer zu haben!

Das Maybach-Modell war ohne Packpapier in der Kiste - dafür aber Streichholzschachteln in 3 Lagen...


Es gab natürlich einige kleinere Schäden beim Transportgut, aber nichts dramatisches - und mittlerweile sind auch alle Schäden durch die Spedition beglichen worden. Der einzig noch umzusetzende Punkt sind Schäden anderer Art - nämlich am frisch fertiggestellten Treppenhaus.


Hierfür mag aufgrund der Kosten zur Behebung - das ganze Treppenhaus bedarf eines Spachtelns und Neustreichens - natürlich die Versicherung des Spediteur mit eingebunden werden. Aber auch hier: Der mittlerweile genehmigte Kostenvoranschlag wird umgesetzt - in 5 Tagen kommt der Maler.

Zurück zum Einzug und den darauf folgenden Tagen!

Eine Woche nach dem Einzug - alle anderen Kisten waren soweit leer - fehlte nur noch der größte Teil: Das gesamte Geschirr für die Küche.
Und auch hier: Wie zugesagt kamen die Profis morgens um 7 und bauten an 2 Tagen unsere Küche auf - Annes Wunschkonzert von Nolte. Auch unsere eigenen Elektrogeräte bauten sie direkt mit ein.

Die Spülmaschine hat bereits ihren Platz - und die Arbeitsplatte läuft bis ins Fenster.
Das klappte wie am Schnürchen! Jedenfalls bis wir die Arbeitsplatten vervollständigen wollten.
Da wir beide jenseits der 1,80m an lichter Höhe messen, hatten wir uns im Vorweg überlegt, die Installationen im Haus samt und sonders 5-8cm über "Normalmaß" zu setzen. Heißt: Waschbecken, Kloschüsseln, Arbeitsfläche in der Küche: Alles ist ein wenig höher. Nur bei der Planung der Schalter und Steckdosen haben wir das vergessen.
An und für sich nicht weiter dramatisch: Wir kommen kommen ja nach wie vor an alle Schalter. Aber in der Küche ernteten wir die Früchte unserer unvollständigen Planung:

Arbeitsfläche zu hoch oder Schalter zu niedrig?
Zum Glück konnten wir problemlos den unteren Schalter auf die mittlere Dose klemmen und einen geteilten Schalter anbringen - zusammen mit einem 2er-Rahmen und der Wandabschlussleiste der Arbeitsfläche (die hier noch fehlt auf dem Bild) war alles wieder im Lot.

Am 15.12. stand die Küche fertig im Haus - die eigentliche planerische Keimzelle des Hauses (wir haben erst die Küche geplant, um dann das Haus rundherum zu entwerfen). Das passte von der Zeit her wunderbar - denn nur einen Tag später hatte Anne Geburtstag. Bis sie abends zuhause war, war auch die Küche komplett eingeräumt.

Aufgebaut und eingeräumt - das Herz des Hauses
Und was Sie nicht wusste war, dass eine gute Freundin als Überraschungsgast extra aus Bayern kam, um mit ihr gemeinsam den ersten Geburtstag im eigenen Haus zu feiern.

Pottkieker Ina verfolgt die Künste des Chefs des Hauses. Denn hier kocht der Mann (zumindest die Königsberger... )!
Tags drauf durften die Damen ihr Geschick unter Beweis stellen - und zeigten, dass der Hausbau auch schneller gehen kann.

Kunst am Bau - mal anders. Und essbar. :)
 Während die Damen sich in Kreativität ergingen, sorgte ich für Wohnlichkeit im Haus - ebenfalls vor Weihnachten waren die Vorhänge an Ort und Stelle. Und mit einer pneumatischen Schlagbohrmaschine geht das alles wie Butter, auch in Stahlbetondecken!


Zwischendurch war auch unser Architekt nochmal zu Besuch, um die abschließende Luftdichtheitsprüfung abzunehmen. Der magische Gernzwert für KfW55-Häuser lautet: 1,5. Das heißt, bei einem Unterdruck von 50 Pascal darf maximal das 1,5-fache des Hausvolumens in einer Stunde nachströmen.


 Auf unseren Zertifikat ist ein Wert von 0,8. Und das, obwohl wir noch eine undichte Stelle im Dachgeschoss hatten, an der unser Sanitärgewerk eine Rohrführung auf den Dachboden (zum Wärmetauscher) nicht abgedichtet hatten. Das ist inzwischen behoben. Insgesamt ist also die Qualität der geleisteten Arbeit sehr zufriedenstellend.

Am 22.12. kamen schließlich die letzten Handwerksbesucher für das Jahr 2011. Schließlich sind bodentiefe Fenster im OG zwar toll, aber auch nicht ganz ungefährlich - dafür gab's noch ein paar Brüstungen.


Der Zweck ist ziemlich klar: Abstürze vermeiden. Und weil während der gesamten Bauphase alles so wundervoll lief, kam, was kommen musste: Beim Anbau der Brüstungen stürzte einer der beiden Monteure von der Leiter und kugelte sich den Arm aus. Ich rief sofort einen Krankenwagen (zumindest weiß ich jetzt, wie lang sie brauchen - 14min. für "nicht lebensbedrohliche Fälle") und hatte damit am letzten Tag der Montagearbeiten am Haus doch noch einen Grund, der Berufsgenossenschaft etwas in ihren Erhebungsbogen zu schreiben.

Soweit zum Hausbau. Was nun folgte, waren ein paar schöne Feiertage im Kreise der Familie, in denen wir gleich mal testen konnten, wie es sich mit 12 Personen so im Essbereich diniert. Test bestanden! :)

 Ach und einen Test gab's noch: Der Kamin durfte probelaufen. Pünktlich an Weihnachten war damit auch der gemütliche Teil am eigenen Haus abgedeckt.

Die ersten Scheite spenden Wärme
Nach den Feiertagen gab's dann auch die Wohnungsübergabe - der Abschied aus der Miete. Der verlief (bis auf eine krankheitsbedingte Verzögerung) auch fast völlig reibungslos. Der einzig fehlende Schlüssel fand sich direkt nach der Rückkehr von der Übergabe auch wieder an, damit war alles erledigt.
Und wir waren seitdem nicht mehr in Bergedorf, unserem "alten Hamburger Zuhause".

Inzwischen hat auch jeder Raum seine Lampe an der Decke. Der Bescheid für die Grundsteuer ist da, so dass wir jetzt die Nebenkosten unseres trauten Heims in Gänze kennen. Und die Rechnung geht auf: Die Vergütung für den Solarstrom deckt alle Nebenkosten: Strom (noch haben wir keine Speicherlösung, aber daran arbeiten wir... ;) ), Wasser, Abwasser, Müll, Grundsteuer.

Das Haus trägt sich selbst.

Das ist ziemlich genau das, was wir uns erhofft hatten. Und als wäre das nicht genug, sind auch unsere Nachbarn Goldstücke, jeder für sich - lauter verschiedene Charaktere mit einer Gemeinsamkeit: Wir kommen alle prima miteinander aus. Und wenn sich die Damen der Nachbarschaft in einem Haus versammeln, um gemeinsam den Abend zu verbringen, treffen sich die Herren der Gattung in einem anderen -


zum Skat.
Zwischenzeitlich hatten auch unsere direkten nördlichen Nachbarn ihr Richtfest und nach einiger Verzögerung durch den Frost geht's auch dort munter weiter - aktuell wird verklinkert. Für uns ist das ein wenig so wie zu junge Nostalgie - "damals, als wir grad beim Klinkern waren..." - dabei ist es gerade ein paar Monate her.

Wir stecken gerade in den Planungen für die Auffahrt, das Carport (obwohl wir es Bikeport nennen könnten, denn noch erwehren wir uns erfolgreich der Notwendigkeit, ein Auto zu fahren), die Wege ums und ins Haus sowie die Terrasse. Aber dazu mehr, wenn es demnächst wieder losgeht - dieses mal in den Außenanlagen.

Wir halten euch auf dem Laufenden! :)

Sonntag, 20. November 2011

Arbeit, Arbeit, nix als Arbeit

So ihr Lieben, nach längerer Zeit endlich nun mal wieder ein neuer Eintrag. Aber wir hatten gute Gründe nichts von uns lesen zu lassen. Wir waren nämlich fleißig wie die Bienchen :)

Letztes Wochenende hat Steffen der Lüftung Strom geschenkt. Seitdem steht kein Kondenswasser mehr an den Fensterscheiben. Außerdem ist die Heizung ist mit ihrem Estrich-Programm durch, das wir ja leider täglich manuell einstellen mussten. Damit aber auch die letzten Stellen an den Wänden trocken werden, haben wir in den wenigen noch feuchten Ecken unsere Zusatzheizkörper in Betrieb.

Seit Mitte der Woche habe ich (Anne) schließlich auch Urlaub für das Grundieren und Streichen der Wände genommen. Doch wie das immer so ist, erstens kommt es anders, und zweitens als man... ihr wisst schon ;) Eigentlich sollten die Spachtelarbeiten an den Decken, die wir aus zeitlichen Gründen ja nun abtreten musste, seit Dienstag fertig sein. Sind sie aber leider noch nicht. Außerdem sind die Bohrunfälle an den Außenluftdurchlässen noch nicht beseitigt worden, und an einige Wänden war es noch einmal dringend erfordlich, dass ich selbst nochmal Spachtel und Kelle in die Hand nehme und nachbessere, da wir leider nicht die von uns gewünschte Putzgüteklasse, die einfach nur überstreichbar ist, bekommen haben, sondern eine Stufe drunter, die für das Tapezieren. Schließlich kamen dann auch noch so Kleinigkeiten hinzu, auf die uns Steffens Papa aufmerksam machte. Die Übergänge zwischen Gipskartonplatten und Wandputz, wo ein hässlicher Spalt klaffte, müssen standardmäßig vom Maler immer erst mit dem Spachtel begradigt und gesäubert und anschließend mit Akryl ausgespritzt und verschmiert werden, bevor man Grundieren und Streichen kann, weil sich ansonsten immer wieder Risse bilden. So viele Kleinigkeiten, die nicht eingeplant waren, aber leider noch gemacht werden müssen. An dieser Stelle aber ein ganz herzliches Dankeschön an meine Kollegin, die uns gestern tatkräftig auf dem Bau unterstützt hat und fast alle Deckenfugen mit Akryl nachgebessert hat. Sieht super aus!

Der Anschluss der Erdwärmepumpe hat auch noch eine Extra-Runde bekommen - nach dem Anschluss durch einen lokalen Elektro-Betrieb wär uns aufgrund einer unsauberen Installation bald das Haus abgebrannt, noch bevor es fertig war - so war das mit der "Unterstützung" nicht geplant. Die Ausbesserung am Wochenende, um einen Brand zu verhindern, galt es dann doch wieder allein durchzuführen, mit einem entsprechend deutlichen Bericht an den Ärgernis-Verursacher.

Inzwischen haben wir elektrisch reichlich nachgelegt und die Dosen-Installationen nahezu abgeschlossen (die Kleiderkammer im DG und die Speisekammer werden heute noch fertiggestellt), die Lichtschalter in Gang gesetzt und auch außen die Elektrikarbeiten weitergeführt - die Bewegungsmelder und Außenlampen an den Eingängen sind dran und tun. So langsam sieht's nach Haus aus.

Auch die Fliesenleger haben bereits mit den Bädern begonnen und bisher tadellose, saubere Arbeit geleistet! Sie werden in der kommenden Woche damit fertig werden. Mit ein wenig Glück in der Absprache und der Terminierung mit dem Sanitärgewerk sind die Bäder nächstes Wochenende bereits benutzbar.

Also viel Bewegung - und damit ihr ein paar Eindrücke davon bekommt, hier noch ein paar Bilder zum aktuellen Stand.

 
Zum Glück rechtzeitig entdeckt, dank "Brzzzz-zzzrbr-zzz"-Geräuschen im Kasten! So war das eigentlich nicht von uns in Auftrag gegeben worden.

 Die ersten Vorhänge gibt's auch schon ;)

 Die Küchendecke: Hinten mit frisch grundiert, vorne pur, und dazwischen Spachtelmasse.

 Der erste Anstrich, und schon wirkt der Raum, als wäre die Decke mindestens einen Meter höher als zuvor.

 Unsere Wandfliesen =)

 Einer unserer zwei fleißigen Bad-Fliesenleger.

 Die fertig geklebten aber noch nicht verfugten Wandfliesen im Bad oben.

 Die von mir so sehr gewünschten Deko-Nischen. Genau so, wie ich sie haben wollte! :)

 Das Bad unten.

Selbst ist die Frau. Was nicht passt, wird passend gemacht!

Lichtschalter, Steckdose, Heizungsthermostat und der Platz für eine noch nicht vorhandene Gegensprechanlage.

 Netzwerksteckdose und Steckdosen.

 Unser Haus im Nebel und Dunkeln, aber mit Außenlicht! Juhuuu! :)

Eine unserer 2 bisherigen Außenlampen. Fehlen nur noch die LED-Spots in den Unterschlägen.
 Jetzt geht uns nicht nur ein Licht auf, sondern gaaanz viele :) Endlich nicht mehr im Dunkeln zum Sicherungskasten tappen, sondern einfach auf den Schalter drücken.
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