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Sonntag, 4. September 2011

Richtfest

Der erste große Meilenstein unseres Hausbaus ist erreicht. Am Wochenende haben wir Richtfest gefeiert. Anstrengend war's, aber auch suuuuper schön.

Freitag morgen ging es wieder einmal früh aus den Federn, und wieder einmal klingelte der Wecker eine Stunde früher als sonst. Steffen fuhr schon kurz vor 6 Uhr morgens zur Baustelle, um seinem Papa beim Kabelkanäle ziehen und Steckdosen setzen zu helfen, und ich (Anne) machte mich an die Vorbereitungen für die Feier. Den Hefeteig für den Apfelkuchen hatte ich schon am Vorabend gemacht und über Nacht gehen lassen, und so konnte ich gleich mit Äpfel schnippeln und backen loslegen. Nachdem auch der gemischte Salat fertig war, packte ich und fuhr schließlich um 20 nach 9 los. Eine Stunde später kam ich am Haus an und fing an, die Richtkrone zu binden.


Nachdem dann auch die Grillkohle besorgt und angeheizt, der Raum geschmückt und die Tische gedeckt waren, war es pünktlich um 1 Uhr nachmittags so weit: die Richtkrone wurde befestigt, die Zimmermänner positionierten sich auf dem Dach und die Gäste versammelten sich unten vor dem Haus.

Ich muss zugeben, als Lars, der Polier der Zimmerleute, da oben stand, den Richtspruch sprach, einen Korn auf unser Haus trank und er anschließend das Glas mit dem Hammer auf einem in den Dachlatten befestigten Nagel zerschlug, da fiel mit einem Mal der ganze Stress der letzten Tag und vor allem der Richtfestvorbereitungen von mir ab und ich war einfach nur unbeschreiblich happy, dass wir es jetzt so weit geschafft haben (auch wenn das eigentlich erst ein Viertel der Gesamtbauzeit und ein Bruchteil des Stresses ist, der noch kommen könnte ;)).






 Ein Prosit auf unser Häuschen und ein herzliches Dankeschön an alle, die bei den Richtfestvorbereitungen so toll mitgeholfen haben! 
Ohne Euch hätte das alles nicht so super geklappt.

 Unsere Grillmeister. War echt super lecker! Auch hier: Dankeschön! =)





Und zwei Grundstücke nebenan spielte sich 2 Stunden später noch einmal dasselbe ab, denn die Nachbarn dort feierten auch Richtfest. Irgendwie ulkig, wenn man so kurz danach dasselbe noch einmal aus der Zuschauerperspektive erleben kann. :)


Nach einem wirklich sehr schönen Fest, netten Gesprächen mit Nachbarn, Freunden, Verwandten und unseren Handwerkern (die sich allerdings schon früher verabschiedeten, weil sie nicht gerade den kürzesten Heimweg hatten) gingen schließlich um halb 10 abends die letzten Gäste und wir konnten sogar noch schnell alles aufräumen. Nur die Richtkrone und die Girlanden sind noch hängen geblieben. ;)

 
An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes, herzliches

Danke!

an unsere fleißigen Handwerker. Ihr habt super Arbeit geleistet und ratz fatz, aber trotzdem sehr sorgfältig den Rohbau hochgezogen.

Und hier auch noch die neuesten Fotos unseres Baufortschritts. Ich könnte mir keine schönere Hommage an unsere Maurer vorstellen. :)


 Die Zimmerwände im DG sind fast komplett. Die lange Giebelwand steht,...

 ... die Dusche ist schon zu erkennen (der Rest der vorderen Wand 
wird noch mit Glasbausteinen finalisiert),...


 ... 2 von 4 Wohnräumen sind fertig gemauert,...


 ... und nur das Treppenhaus und die Abstellkammer 
müssen kommende Woche noch fertiggestellt werden.

Aber nicht nur unsere Dachdecker und Maurer waren fleißig. Auch mein Schwiegervater und Steffen haben ganze Arbeit geleistet. Die Steckdosen in der Küche und damit der komplette Küchen-/Wohn-/Essbereich ist jetzt fertig verkabelt!



Und last but not least noch ein Bild vom Westgiebel unseres Hauses mit der Richtkrone.


Montag, 29. August 2011

Strömlinge in Eigenregie

Nachdem wir uns überlegt hatten, ein KfW55-Haus zu bauen, stand spätestens nach dem Rechnen durch den Architekten fest: Entweder eine Solarthermie mit Brauchwassererwärmung oder eine Photovoltaikanlage (PV) muss her, und zwar direkt in der ersten Bauphase, sonst wird's nix mit der KfW.

Die Entscheidung war schnell getroffen - wir hatten uns bereits gegen die Solarthermie entschieden, weil diese in Verbindung mit einer Erdwärmepumpe nicht unbedingt eine Traumkombination darstellt. Der Bedarf an Wärmespeicher ist größer, das Wasser muss ständig gepumpt werden und genau dann, wenn wir das wenigste heiße Wasser benötigen, haben wir das meiste davon. Erdwärme sollte es aber sein, weil die Lautstärke der für uns akzeptablen Alternative - einer Luftwärmepumpe - deutlich höher wäre.

Gegen die Photovoltaik sprach natürlich vor allem die "magere Ausbeute", da der Wirkungsgrad bei Solarthermie jenseits der 90%, bei Sonnenstrom jedoch bestenfalls bei 10-12% liegt, gemessen an der durchschnittlich als Strom brauchbaren Energiemenge, die so eine PV produziert.

Aber die Photovoltaik hat einen wesentlichen Vorteil: Strom kann man immer gebrauchen, und Sonne gibt's auch im Winter. Und schließlich wollten wir ein Haus bauen, das den Betrag an eigener benötigter Energie selbst produzieren kann.

Also Strömlinge.

Bis vor einigen Wochen wusste ich (Steffen) mit Begriffen wie Strings, Wechselrichtern, Modul-Wirkungsgrade und Positiv-Toleranzen noch nicht viel anzufangen. Wozu sind poly- oder monokristalline, wozu amorphe Zellen zu gebrauchen, wo liegen Vor- und Nachteile?

Wie sieht's mit Verschattung, Stringeffizienzen, Bypass-Dioden und Peak-Leistungen aus?
Welche Anbieter existieren, woher bekommt man überhaupt Angebote, wie vergleicht man verschiedene miteinander?

Eine große Hilfe war neben Wikipedia auch das Forum, in dem sich viele zu diesem Thema austauschen.
Dort habe auch ich meine Angebote eingestellt, bewerten lassen, Tipps bekommen, Alternativen diskutiert und den ein oder anderen Solarteur gefunden.

Das sah dann schließlich so aus:


Den ein oder anderen Wert habe ich aus der Übersicht herausgelassen, das würde zu weit führen. Aber so eine Ausschreibung mit mehreren Anbietern und Vergleichen lohnt - ich empfehle es jedem, der über die Anschaffung einer Anlage nachdenkt.

Neuigkeiten zum Sonnenstrom gibt's dann hoffentlich in 3 Wochen, wenn wir nach dem aktuellen Zeitplan zu Kleingewerbetreibenden mutiert sind und die Photovoltaik Strom abwirft.

Dienstag, 23. August 2011

Morgendstund hat Müdigkeit und Kaffee im Mund.

Eigentlich wollten wir uns heute morgen vor der Arbeit ja schon mit unserem Tiefbauer auf der Baustelle treffen, weil dieser heute die Spiralkörbe für unsere Erdwärmepumpe eingraben wollte (einen Tag früher, als ursprünglich geplant), und wir vor Ort absprechen wollten, wo genau diese hinkommen sollten.
Überpünktlich standen wir um 20 nach 7 am Haus und warteten, während das Wetter sich immer mehr verschlechterte und es zu regnen anfing. Dafür waren wir extra 2 Stunden früher aufgestanden als sonst. Unsere Maurer waren währenddessen schon fleißig dabei die Ringbalkenschalung zu basteln und erste Dämmung an die Außenwände zu bringen. Auch unser Lieblingselektriker hatte sich bereits auf der Baustelle eingefunden, weil er heute schon alle Steckdosen im EG setzen wollte. Nur einer kam nicht, der Tiefbauer. Mit Verspätung traf er dann laut Schwiegerpapa irgendwann wohl doch noch ein aber davon bekamen wir leider nichts mehr mit, weil wir uns um 10 vor 8 bereits wieder auf den Weg zur S-Bahn machen mussten, um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen. Wenigstens hatten wir auf diese Weise wieder einmal unseren Maurern einen Kasten Apfelschorle spendieren können, aber dafür alleine wäre ich sonst normalerweise nicht schon um halb 6 aufgestanden :( Zumindest ist die "Heizung" nun wohl tatsächlich im Boden.

 Das EG mit Ringbalkenverschalung auf den Außenwänden und den schon bereitgestellten Paletten Kalksandstein für die Innenwände. Die werden allerdings erst gemauert, wenn der Dachstuhl drauf ist.

 Fehlt nur noch der Beton.

 Bahn frei für die Spiralkörbe. Dafür hat unser Polier noch einmal den Sandhügel...

 ... und unseren Erdaushubhügel etwas versetzt und planiert.

 Die erste Dämmung.

 2 Fenster und eine (Bau-)Tür haben wir übrigens auch schon. Die Maurer haben es sich nämlich im Gästezimmer bzw. meiner Werkstatt gemütlich gemacht ;)

Da steht unser Häuschen, bzw. das, was mal ein Häuschen werden soll ;) Noch etwas schüchtern und versteckt, aber man kann es schon vom Fußweg im Süden erkennen.

Übrigens: Laut Polier müssten heute im Laufe des Tages auch schon die Verblender geliefert worden sein. Die Mineralwolle zum Dämmen stapelt sich jedenfalls schon palettenweise vor unserem Hauseingang.
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